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Willkommen auf der Seite der antinationalen Kampagne des »…ums Ganze!« Bündnis gegen das Superjubiläumsjahr 2009!

Unter dem Motto »Einheit und Freiheit« feiert Deutschland 60 Jahre BRD, 20 Jahre Mauerfall und natürlich sich selbst: als geeinte Jubelnation. Was dagegen spricht? So ziemlich alles. Deswegen zielen unsere Kritik und Aktionen aufs Ganze: Kapitalismus, Staat und Nation gehören abgeschafft. Die bundesweite Kampagne richtet sich gegen die Herrschaft der falschen Freiheit. Denn Freiheit kann es nur eine geben und die heißt: Kommunismus. Weiterlesen

Berlin: »Ausgerechnet Bananen!«

Zu Scheitern und Zukunft des Kommunismus
20.15 Uhr | HU Berlin (Audimax) | Unter den Linden 6

 

communism

Die Berliner Party zum 20. Jubiläum des Mauerfalls im November soll an die glücklichen Träume von damals erinnern und – auch wenn ihr ideologisches Verfallsdatum abgelaufen ist – sie aktualisieren. Der Kapitalismus ist gerade auf dem Weg in die mehrrundige Krise und die Kosten seiner Alternativlosigkeit beginnen sich nun auch in den Metropolen auszuzahlen. Zwar könnte im Moment der Krise die Frage nach der echten Alternative aufkommen - aber die ist schon immer mit der Vergangenheit beantwortet - mit dem Verweis auf den gescheiterten RealSoz.

Und so dient die serielle Jubiläumserinnungssause 2009 der nationalen Selbstbestätigung, die aus einer pole position in der Weltmarktkonkurrenz gezogen wird, wenn schon für den einzelnen nichts mehr unmittelbar rausspringt. Über den ökonomischen Anker gelingt auch eine neu gewonnene, sich geläutert gebende nationale Identität: was ‘wir’ gemeinsam leisteten und überwanden und überwinden und leisten werden, baut auf der Stärke der Lehre aus der Vergangenheit auf. Das gilt allgemein im Verhältnis der bekehrenden zu den bekehrten Nationen, in Deutschland wird allerdings zusätzlich noch am Gründungsmythos der Berliner Republik: der „friedlichen Revolution“ gestrickt.

Doch in der Erinnerung an die DDR wird heute nicht etwa die Konkurrenz zweier gegensätzlicher Gesellschaftsmodelle in ihrer ideologischen und ökonomischen Frontstellung auf dem Weltmarkt ins Zentrum gerückt, in Zeiten der Krise ist es der deutsche Wille zur „Freiheit“, in der sich die Nation 1990 zusammenfand.

Nachdem die rot-grüne Regierung sich auf die Begradigung der nationalsozialistischen Vergangenheit im Sinne einer Läuterungsgeschichte konzentriert hatte, hat die gegenwärtige Regierung die ‚Aufarbeitung’ des letzten deutschen ‘Unrechtregimes’ DDR absolviert. Angela Merkel stützt sich in ihrer Rede vor dem Amerikanischen Kongress dann auch auf die Mauer als autoritäre Metapher: „Wir haben die Kraft, die Mauern unserer Zeit zu überwinden“. Funktioniert immer. Deutschland Partner für die Zukunft, dank sei Ossi.

Mit Christian Schmidt (Leipzig) diskutieren die Gruppen antifa [f] und TOP B3rlin sowohl den Verlust des Politischen im Realsozialismus, als auch den aktuellen Umgang mit der ‘friedlichen Wende-Revolution’´89 in der offiziellen, deutschen, nationalen Ideologie.

In Angriff genommen werden soll das Verhältnis der real existierenden Linken und der radikalen Linken zur Niederlage in der Niederlage ´89. Welche Organisations- und Widerstandsformen sind der radikalen Linken offen und welche Notwendigkeiten ergeben sich angesichts des Kulturnationalismus 2009 für eine antinationale Praxis.

Das alles als warm up für die antikapitalistisch-antinationale Demonstration am nächsten Tag.