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Willkommen auf der Seite der antinationalen Kampagne des »…ums Ganze!« Bündnis gegen das Superjubiläumsjahr 2009!

Unter dem Motto »Einheit und Freiheit« feiert Deutschland 60 Jahre BRD, 20 Jahre Mauerfall und natürlich sich selbst: als geeinte Jubelnation. Was dagegen spricht? So ziemlich alles. Deswegen zielen unsere Kritik und Aktionen aufs Ganze: Kapitalismus, Staat und Nation gehören abgeschafft. Die bundesweite Kampagne richtet sich gegen die Herrschaft der falschen Freiheit. Denn Freiheit kann es nur eine geben und die heißt: Kommunismus. Weiterlesen

Berlin: We‘re A Happy Family

Tagesseminar zum gegenwärtigen Nationalismus und seinen schon etwas älteren Prinzipien

Eine Veranstaltung der Gruppe [pæris].

Deutschland gibt sich weltoffen. Regierungsgebäude aus viel Glas und ohne Zäune suggerieren „Transparenz“, nationale Kunst und Kultur werden bis nach Dubai gefördert, Deutschland will eigentlich Europa sein und die Welt ist zu Gast bei Freunden. In den Köpfen dieser Freunde hatte sich die Aufteilung der Welt in Nationen auch schon vor der Einschwörungskampagne „Du bist Deutschland“ als natürliches und irgendwie positives Verhältnis festgesetzt, und von dort bis zur Parteinahme für die „eigene“ Nation ist es nur noch ein Steinwurf.

All diese Dinge eint das – im Kapitalismus nicht zufällig auftretende – Bedürfnis, den Reproduktionszusammenhang als symbiotische Beziehung der Menschen in einer starken und erfolgreichen Nation vorzustellen; und nicht als das innergesellschaftliche Handgemenge, das er ist.

Schon der simple Schluss, dass eine Nation nur im Kontext internationaler Konkurrenz, also stets zum Nachteil anderer Nationen „stark und erfolgreich“ sein kann und dafür den Krieg als Ultima Ratio stets parat haben muss, fällt niemandem mehr ein. Von den Brüchen im „Inneren“ wie Klasse, Geschlecht und Hautfarbe ganz zu schweigen.

Der bloßen Kritik der je aktuellen Erscheinungen des Nationalismus fällt stets nur das neue Level das Flaggeschwenkens und Steinewerfens auf. Ihr entgeht meist, dass gerade die Nation selbst (und ihre zärtlichste Affirmation im besorgten Liedermacherlied) weder vorteilhaft für die Menschen, noch irgendwie ‚natürlich‘ ist. Auf der anderen Seite wirkt auch die systematische marxistische Kritik an der Nation verschnarcht, wenn sie das immergleiche Verhältnis zwischen Nation, Staat und Kapital kritisiert, ohne die aktuellen Erscheinungsweisen sinnvoll darauf zu beziehen. Wir planen, beides zu tun. Nur so lässt sich die neuartige Blindheit der WM-Euphorie bei gleichzeitiger Militarisierung der EU-Außenpolitik sinnvoll kritisieren.

Das Seminar unterstützt die aktuelle antinationale Kampagne von TOP B3rlin.

Verbindliche Anmeldung ist erforderlich unter info[at]paeris[dot]net.