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Willkommen auf der Seite der antinationalen Kampagne des »…ums Ganze!« Bündnis gegen das Superjubiläumsjahr 2009!

Unter dem Motto »Einheit und Freiheit« feiert Deutschland 60 Jahre BRD, 20 Jahre Mauerfall und natürlich sich selbst: als geeinte Jubelnation. Was dagegen spricht? So ziemlich alles. Deswegen zielen unsere Kritik und Aktionen aufs Ganze: Kapitalismus, Staat und Nation gehören abgeschafft. Die bundesweite Kampagne richtet sich gegen die Herrschaft der falschen Freiheit. Denn Freiheit kann es nur eine geben und die heißt: Kommunismus. Weiterlesen

Köln: Geschichte und Zukunft der antinationalen Linken

Eine Veranstaltung des Antifa AK Köln und der Kommunistischen Gruppe Bochum

Mit Thomas Ebermann (Autor u.a. in Konkret, Jungle World, Phase 2), Jutta Ditfurth (Soziologin und Autorin u.a. »Ulrike Meinhof. Die Biografie) und Theorie.Organisation.Praxis (Berliner »...ums Ganze!«-Gruppe)

Freitag, 30. Oktober 2009, 20 Uhr, Hörsaal II in der Universität zu Köln (Haltestelle Universität)

Der nationalistische Massentaumel von 1989 offenbarte die Krise der radikalen Linken. Sie hatte es nicht geschafft eine treffende Kritik deutscher Vergangenheit und Gegenwart zu formulieren und kleisterte sich den Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus als Machtpolitik von Unternehmercliquen zusammen oder romantisierte ihn als ein einziges dunkles Imperium von Roboter- und Fabriklogiken. Nation und Nationalismus waren kaum vorhandener Kritikpunkte und die TraditionsmarxistInnen halten bis heute an ihren „Völkern“ und „Befreiungskämpfen“ in aller Welt als Projektionsfläche und Verdrängung der eigenen Marginalität und Ohnmächtigkeit fest.

Unter der Losung „Nie wieder Deutschland!“ formierte sich ein „Rest“ der radikalen Linken, die sich dem nationalen Identitätswahn verweigerten und auf den Weg machten als „Antinationale“ oder „Antideutsche“ den staatstragenden Ideologien in der Linken an die Kandare zu pinkeln.

20 später fällt die nationale Jubiläumsinszenierung der so genannten demokratischen Revolution, die Einheit und Freiheit über das „deutsche Volk“ gebracht hat, in mitten der größten Weltwirtschaftkrise der letzten Jahrzehnte. Und je klarer wird, dass die Politik nichts mehr zu melden hat, schwört sich die Nation auf Gehorsam, Fleiß und Verantwortung ein.

Doch was sich heutzutage meist unter „antideutschem“ Label präsentiert hat an die Stelle der materialistischen Kritik der herrschenden Verhältnisse der Dichterkunst über Wesenzuschreibungen und Psychopathologien des Deutschen an und für sich verschrieben. Die Beschäftigung mit Staat.Nation.Kapital ist zu einer rein identitären Angelegenheit geworden, die die materielle Gewalt der Nation bloß noch als deutsches Bewusstsein anschaut. Die Fragen nach dem Verhältnis der radikalen Linken zum historischen „Realsozialismus“ und der treffenden Kritik an Staat und Nation sind nicht abgeschlossen.

Grund genug als Abschluss der Veranstaltungsreihe „Staat.Nation.Kapital.Scheisse!“ in NRW mit Protagonistinnen der ersten Stunde der antinationalen Linken und TOP Berlin über die Geschichte und Zukunft der „Antinationalen“ zu streiten.

Im Anschluss Antinationale Party mit sozialrevolutionären Bässen und antinationalen Cocktails im AStA Cafe, ab 23 Uhr, Universitätstr. 16 (Haltestelle Universität)