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Willkommen auf der Seite der antinationalen Kampagne des »…ums Ganze!« Bündnis gegen das Superjubiläumsjahr 2009!

Unter dem Motto »Einheit und Freiheit« feiert Deutschland 60 Jahre BRD, 20 Jahre Mauerfall und natürlich sich selbst: als geeinte Jubelnation. Was dagegen spricht? So ziemlich alles. Deswegen zielen unsere Kritik und Aktionen aufs Ganze: Kapitalismus, Staat und Nation gehören abgeschafft. Die bundesweite Kampagne richtet sich gegen die Herrschaft der falschen Freiheit. Denn Freiheit kann es nur eine geben und die heißt: Kommunismus. Weiterlesen

Berlin: Keine Nation in meinem Namen

Vom Kampf gegen die nationale Repräsentation

Eine Veranstaltung von TOP Berlin.

23. April 2009, 19:30 Uhr, Basso, Köpenicker Straße 187/188 (U-Bhf. Schlesisches Tor)

Bereits seit dem letzten Jahr etablierte sich die Rede von der Kulturnation in Bundestagsdebatten, staatlichen Ausstellungseröffnungen und Feuilletons wieder als Schlagwort zur nationalen Identitätsbildung Deutschlands. Die scheinbare Ersetzung von politischer Gewalt durch kulturelle Repräsentation hatte in Deutschland stets Konjunktur. Derzeit schlägt aus Massen- wie aus Hochkultur die gesamte und neu bestückte Palette deutscher kultureller Alleinstellungsmerkmale, sei es das Lernen aus Verfehlungen, das Exerzieren von Sekundärtugenden oder das Rückbesinnen auf Genien. In der Gegenwartskunst wurden und werden alle noch so abweisenden Bezüge auf Deutschland als produktive Kritik eingemeindet, in der öffentlichen Museumslandschaft geriert sich die deutsche Kultur als Exportschlager nach Außen und als Rückkehr des Preußentums und verspäteter Kolonialherrlichkeit nach Innen und in Funk und Fern werden deutsche Winter- und Sommermärchen ergänzt von schaurigen Wiederaufführungen wie die der Varusschlacht im Sommer 2009. Da das nationale Motto des Jubiläumsjahres die Feier der deutschen Geschichte als Weg zur Freiheit ist, soll die Veranstaltung deren nationale Gesinnung und politische Wege gegen sie diskutieren. Wie kollektiviert man sich in der Kultur gegen das nationale Kollektiv?

Alexandertechnik ist eine Berliner Gruppe, bestehend aus KünstlerInnen, KritikerInnen und anderen KulturproduzentInnen, die sich zusammengefunden haben um Aktionen, Veranstaltungen und Produktionen gegen das im Schloß geplante Humboldt-Forum zu starten.

Max Klebb besteht zur antinationalen Kollektivierung im Produktionszweig Kunst. Die Gruppe hat ein erstes Treffen aus 150 ProduzentInnen und KritikerInnen einberufen, in dem neben einer gegenseitigen Vorstellung der Arbeiten eine erste Diskussion um die Möglichkeit gemeinsamer Organisierung gegen die nationale Kulturalisierung geführt werden soll.

Angefragt sind weiterhin AktivistInnen gegen das Varusschlacht-Spektakel im Sommer 2009.