Es gibt kein Ende der Geschichte!
7. November | 16 Uhr | Checkpoint Charlie (Friedrichstr./Kochstr.)
Antinationale bundesweite Demonstration und Aktionswochenende gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD und ihren selbst gebastelten Freiheitsmythos.
(Anreise, Route & Infos zur Demo)
(Aufruf)
Der Zusammenbruch des Ostblocks war kein »Ende der Geschichte«, sondern ein Aufbruch in den globalen Krisenkapitalismus. (Aufruf)
Am 9.11.89 begann eine neue Epoche, für die Welt und für Deutschland: Eine Epoche, in der der Kapitalismus endlich über den ganzen Globus herrschte und in der Deutschland seine volle Souveränität zurück gewann. In der New World Order wurde das „Ende der Geschichte“ ausgerufen: die Ideologie der Entideologisierung durch historische Übermacht, die konkurrenzlose Etablierung des kapitalistischen Fortschrittsmodels, an dem nun die gesamte Welt neu vermessen werden konnte.
In Erinnerung an diese ‘Wende’ erreicht 20 Jahre später die deutsche Jubiläumsnationalismussause seinen diesjährigen Höhepunkt im November. Der 9.11.2009, das sind gleich drei Dinge auf einmal: 20 Jahre ‘Wende’, 20 Jahre ‘Mauerfall’, 20 Jahre ‘Einheit in Freiheit’ in der Krise. Und bei Spiel, Spaß und Spannung kann, darf und soll von Saarbrücken über Leipzig bis Berlin auf den Deutschland-Fanmeilen auch jeder mitmachen. Am Brandenburger Tor lässt der Staat noch einmal die Mauer in Styropor errichten - um sie am 9. November im Gedenken abermals friedlich einzureißen und Geschichte zu deutscher Kultur werden zu lassen. Aber: es gibt kein Ende der Geschichte. Wenigstens bis zum Kommunismus. Bis dahin rufen wir auf zur bundesweiten antinationalen Demonstration gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD und ihren selbst gebastelten Gründungsmythos einer friedliebenden deutschen Nation, der heute und immer schon eine besondere „Begabung zur Freiheit“ (Köhler am 8.Mai) attestiert wird. Staat. Nation. Kapital. Scheisse! Gegen di e Herrschaft der falschen Freiheit!
In der Jungle World gibt es die Disko-Reihe zum Verhältnis der Linken zu den Ereignissen 1989 und dem Realsozialismus. Hier der Beitrag von TOP Berlin.
Im Anschluss an die Demonstration "Still not loving Germany" in Leipzig und im Rahmen der deutschen Feierlichkeiten zu 60 Jahre BRD und 20 Jahre Mauerfall diskutiert TOP Berlin mit anderen linksradikalen Gruppen und Einzelpersonen, darunter Never Going Home und die Naturfreundejugend, ihre Kritik an Nation, Staat und Kapital.
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=30334
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=30335
31.10. 11-22 Uhr
Workshop-Tag zu Scheitern und Zukunft des Kommunismus.
4.11. 20 Uhr
Diskussionsveranstaltung / Die gescheiterte Revolution im Herbst 1989 und die Niederlage der Westlinken
6.11. 20.15 Uhr
Podiumsdiskussion / »Ausgerechnet Bananen«
7.11. 16 Uhr
Bundesweite antinationale Demonstration vom Berliner Bündnis gegen die Wendefeierlichkeiten
7.11. 23 Uhr
Party / Auf zu neuen Ufern
9.11. 17 Uhr
Gedenkkundgebung / Kein Vergessen - Kein Vergeben!

